Der Kirchhamer

Einblicke in die Waldwirtschaft – Sensationelle Startveranstaltung durch die Landjugend Kirchham

Das neue LEADER-Projekt der Gemeinde Kirchham, „Jahr des Waldes“, feierte am 22. März 2025 seine Auftaktveranstaltung. Rund 100 Personen folgten der Einladung der Landjugend Kirchham ins Bannholz, um bei einem Stationenbetrieb auf der Waldfläche von Fam. Radner „Moar z´Kirchham“ besondere Einblicke in die Waldbewirtschaftung zu erhalten.

Fachkundige Einblicke in die Waldarbeit
An der ersten Station erhielten die Teilnehmer:innen von Matthias Prielinger wertvolle Informationen zur Aufforstung, Jungwuchspflege und insbesondere zur Unfallverhütung. Besonders betont wurde die Bedeutung der Warntafeln „Forstliches Sperrgebiet“. Spaziergänger:innen und Radfahrer:innen sollten diese unbedingt beachten, da das Betreten solcher gesperrten Zonen lebensgefährlich sein kann. Martin Grill gab zudem wichtige Hinweise zur Ersten Hilfe bei Forstunfällen.

Moderne Technik für sichere Holzernte
Siegfried Kienesberger von der FAST Traunkirchen präsentierte Tipps und Tricks für eine sichere Starkholzernte. Moderne Hilfsmittel wie Funkseilwinden und Ratschenkeile sind mittlerweile unverzichtbar geworden. Unter der Durchführung von Daniel Spitzbart wurde für jede Gruppe ein Baum gefällt und die angewandte Technik anschließend erläutert.

Maschinelle Unterstützung und traditionelle Methoden
Für die Durchforstungsarbeiten kam maschinelle Unterstützung von der Firma Baumwerk aus Vorchdorf (Matthias Traunbauer). Sein Harvester erledigte die oft mühsame Arbeit nahezu selbstständig. Unter passenden Bedingungen können somit auch größere Flächen effizient bewirtschaftet werden.

Ein besonderes Highlight war die Holzrückung mit Pferden. Franz Bammer, auch bekannt als „Edtbauer“, beschäftigt sich seit etwa fünf Jahren intensiv mit dieser traditionellen Methode. Gemeinsam mit seiner 15-jährigen Norikerstute transportierte er das Holz bodenschonend und dennoch zügig aus dem Wald zum Lagerplatz.

Gemütlicher Ausklang und Erinnerung für die Zukunft
Nach getaner Arbeit hatten sich nicht nur die Arbeiter, sondern auch die Besucher:innen eine Stärkung verdient. Beim Stand der Landjugend gab es herzhafte Verpflegung sowie Spiel- und Bastelangebote für die Kinder.

Als besondere Erinnerung an diesen eindrucksvollen Waldtag erhielt jede:r Teilnehmer:in einen kleinen Tannenbaum von den bäuerlichen Forstpflanzenzüchtern.

Zitat: „Wer einen Baum pflanzt, der pflanzt ein Stück Zukunft.“